Dominierenden Phantoms bleibt nur Frust

Montag, 19. März 2012, 8:28 Uhr 3 Kommentare »

Die Phantoms bleiben in einem Spiel auf schiefer Ebene ohne Tor und ohne Punkte und verlieren gegen harmlose Mammuts 0:3!

EC Phantoms Graz vs.    logo-mammuts

EC Phantoms Graz gegen Mammuts Seiersberg
0-3 (0-1/0-1/0-1)

Spielbericht

Die Devise vor dem Match war klar, man wollte sich für das unsägliche Auftaktmatch rehabilitieren und sich den Mammuts von einer anderen Seite präsentieren. Eine klare Leistungssteigerung war also notwendig gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer, wenn man sich noch Chancen auf die oberen Playoff Plätze ausrechnen wollte. Um es vorweg zu nehmen: dieses Vorhaben wurde zu 100% umgesetzt. Warum die Phantoms trotzdem als klarer Verlierer vom Eis gingen? Das können vielleicht die folgenden Zeilen beantworten.

Das Spiel begann konzentriert und mit hohem Tempo. Im Gegensatz zur Partie am Tag davor gegen die Crazy Ducks, ließen die Phantoms diesmal kaum Müdigkeit erkennen. Die in voller Besetzung auftretenden Mammuts wollten gleich das Zepter in die Hand nehmen, die Phantoms hielten aber gut dagegen. Vor allem der Forecheck und die Arbeit im Angriffsdrittel sollte über 60 Minuten eine Augenweide darstellen. Immer und immer wieder wurden Mammuts Angriffe im Keim erstickt, die Pucks von der Band gekratzt und schlechte Pässe in die Tiefe geblockt und in Chancen umgewandelt. Die Mammuts kamen eigentlich nur in Überzahl in die Nähe des Phantoms Tores, doch auch ein 5-3 konnten sie nicht nutzen. So blieb es zur Pause beim 0:0…nein halt. Das hatten sich die Phantoms wohl so erhofft. Ein eigentlich harmloser Befreiungsschlag der Mammuts kann von den Phantoms nicht kontrolliert werden und die im Zweikampf verlorene Scheibe wird ideal vor das Tor gespielt, wo ein Mammut trotz Bedrängnis 20 Sekunden vor Ende des ersten Drittels zum 0:1 einnetzen darf. Ein Tor aus dem Nichts, ein Tor ohne Chance, ein Tor das zu 100% vermeidbar gewesen war.

Hilft nix dachten sich die Phantoms, müssen wir halt noch mehr geben und noch besser spielen. Gesagt, getan. Die Phantoms schalteten noch einen Gang nach oben, kamen zu reihenweise guten Möglichkeiten, fanden jedoch ihren Meister im von den Mammuts liebevoll Opa (Mammuts-Bank: “Sauber Opa!”) genannten Goalie Hansi Wielitsch. Ein ums andere Mal zauberte der Mammuts Goalie mit blitzartigen Reflexen die Scheiben aus den Ecken und ließ so gut wie keine zweiten Chancen zu. Unglaublich wie die Scheibe geradezu an ihm zu kleben schien. So kam es wie es kommen musste und da das Phrasenschwein selten falsch liegt, kassierten die Phantoms das Tor, das sie nicht machten. Die Mammuts sind zum ersten Mal in diesem Spiel länger als 20 Sekunden im Drittel der Phantoms und schon steht es 0:2. Zu viel Platz, zu wenig Defensive, zu viel Zuschauen -> Gegentor. Die letzte Chance, das Spiel zu drehen bot sich allerdings nur kurz darauf, zwei Mammuts durften gleichzeitig die Strafbank beehren, die Phantoms hatten volle drei Minuten 5-3 Überzahl. Doch wie schon im Spiel fünf gegen fünf blieb das Tor auch dieses Mal wie vernagelt. Trotz tollem Überzahlspiel und beinahe drei vollen Minuten im Angriffsdrittel landete der Puck nicht im Netz. Erst hupft die Scheibe dem völlig frei stehendem Phantom vor dem leeren Tor über den Schläger, dann wird der perfekte Schuß vom eigenen Spieler geblockt undsoweiterundsofort. Es gibt Dinge, die gibt’s einfach nicht.

Im letzten Abschnitt das gleiche Bild, verzweifelt anstürmende Phantoms wurde der Zahn ein ums andere Mal von Dr.Wielitsch gezogen. Und das ohne Spritze und Betäubungsmittel. Als die Phantoms noch einmal alles auf eine Karte setzten, durften die Mammuts aus einem Breakaway noch das dritte Tor und die endgültige Entscheidung zum 0:3 bejubeln. Da auch die letzten Bemühungen auf einen Torerfolg keine Früchte trugen, blieben die Phantoms zum zweiten Mal in ihrer Geschichte und zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Torerfolg.

Fazit: Viel mehr kann man ein Spiel nicht dominieren, viel mehr können die Phantoms nicht tun, um ein Spiel zu gewinnen. Mehr als doppelt so viele Schüsse auf das Tor, kaum Fehler, hohes Tempo und ein spielfreudiges Phantoms Team müssten an einem normalen Tag eigentlich 2 Punkte bedeuten. Gegen diese Mammuts, die sich eigentlich nur auf einen herausragenden Tormann verlassen hatten, schaute nicht einmal ein Torerfolg heraus. So frustrierend kann Eishockey sein. Trotzdem hat sich die Mannschaft immens gesteigert im Vergleich zum ersten Duell gegen die Mammuts und auch im Vergleich zum Spiel am Vortag gegen die Ducks. Jetzt heißt es Abwarten und Tee trinken bevor man im April in den letzten zwei Gruppenspielen noch einmal auf Punktejagd gehen kann.

One Team – One Goal

Ente Chop-Suey mit ein bisserl Süß-Sauer

Montag, 19. März 2012, 7:51 Uhr 1 Kommentar »

Die Phantoms gewinnen das wichtige Spiel gegen die jungen Crazy Ducks aus Feldbach schlußendlich verdient und deutlich mit 6:3!

EC Phantoms Graz vs.    Crazy Ducks Feldbach

EC Phantoms Graz gegen Crazy Ducks Feldback
6-3 (2-2/1-0/3-1)

Spielbericht

Für die Crazy Ducks aus Feldbach gibt es in diesem Playoff nur eine Devise, nämlich gewinnen, gewinnen und nochmals gewinnen. Man musste schließlich mit 0 Punkten die Playoff-Runde beginnen, also 6 Punkten Rückstand auf den rettenden vierten Platz. In den bisherigen Duellen gegen Deutschlandsberg und die Casino Panthers ließen die jungen Nachwuchs-Enten nichts anbrennen, die Phantoms stellen allerdings ein anderes Kaliber dar und sollten der erste echte Playoff Prüfstein für die Feldbacher werden.

Das Spiel startete ausgeglichen, es präsentierte sich eine müde Phantoms Mannschaft, die wohl viel lieber in der warmen Frühlingssonne gelegen wäre, als hier am Eis herum zu kurven. Schon in der Kabine war die fehlende Motivation und die Müdigkeit der elf verbliebenen Phantoms zu spüren, am Eis konnte die Mannschaft dieses Manko eigentlich 60 Minuten lange nicht so richtig ablegen. So entwickelte sich in den ersten 20 Minuten ein offener Schlagabtausch mit wechselndem Spielverlauf und mäßigem Tempo. Die Ducks waren den Phantoms durchaus ebenbürtig, solange sie mit 5 Enten am Eis watschelten. Die Schiedsrichter entschieden sich aber dazu, rigoros jedes kleinste Foul zu pfeifen und schickten gleich zu Beginn drei Feldbacher innerhalb kürzester Zeit auf die Strafbank. Die Phantoms wussten diese Gelegenheit zu nützen. Nach einem guten 5-3 Überzahl Spiel stellte Grexi mit einem Schuß unter die Latte nach Zuspiel von Uri schon früh auf 1:0. Leider wirkte dieses Tor wieder einmal eher hemmend als befreiend und die Phantoms fanden sich ein ums andere Mal in die Defensive gedrängt. Die quirligen und hoch stehenden Enten machten den Phantoms vor allem im Spielaufbau und beim Pass aus der eigenen Zone Probleme, wodurch die Phantoms untypischerweise viele Scheiben schon im neutralen Drittel und davor herschenkten. So tauchten die Ducks immer wieder ungehindert vor Julia auf, die sich nach einigen Glanzparaden schließlich doch geschlagen geben musste. Ein Doppelschlag innerhalb einer Minute verwandelte die Phantoms Führung in einen 1:2 Rückstand. Damit war es aber vorbei mit der Feldbacher Herrlichkeit, die Phantoms gaben sich bei weitem nicht geschlagen und stellten noch vor der Pause durch eine schöne Einzelaktion von Wenzi nach Zuspiel von Patrick auf 2:2.

In Abschnitt zwei konnte man dann endlich eine stärkere Phantoms Mannschaft am Eis beobachten. Die Müdigkeit war zwar noch immer zu sehen, aber der Kampfgeist war von nun an voll vorhanden und das Defensivspiel verdiente auch diesen Namen. Die Anzahl der Chancen auf Seiten der Ducks verringerte sich rapide, Überzahlsituationen ließen die Phantoms so gut wie keine mehr zu. Die vereinzelten Schüsse auf das Tor von Julia waren leichte Beute für unsere Olympionikin. Auf der Gegenseite versuchten die Phantoms alles, um in Führung zu gehen. Es blieb schließlich Niki vorbehalten, mit einem unwiderstehlichen Solo die Ducks Hintermannschaft inklusive Goalie alt aussehen zu lassen und auf 3:2 für die Phantoms zu stellen. Die weiterhin fleißig auf die Strafbank wandernden Crazy Ducks hatten dem zumindest in Drittel zwei nichts mehr entgegen zu setzen.

Im letzten Abschnitt machten die Phantoms dann – trotz Schrecksekunde – alles klar. Zuerst traf Karl, nachdem er sich den Puck erobert hatte, aus spitzem Winkel genau ins lange Kreuzeck zum 4:2, nur kurz danach landete der einzige Schuß der Feldbacher in diesem Drittel zum überraschenden 4:3 im Tor der Phantoms. Doch statt eine letzte Aufholjagd zu starten, sammelten die Ducks weiter Strafminuten. Vor allem die Feldbacher Version vom Michi Güntner (also groß, alt und langsam) tat sich mit einigen unfairen Checks hervor und wanderte zum Glück wenigstens einmal in die Kühlbox. Bei einer kuriosen Aktion war er ebenfalls indirekt beteiligt, als er unseren Herr Magister beim Rausfahren aus unserem Drittel “unabsichtlich” zu Boden befördert, der Schiedsrichter die Hand hebt und unsere Julia sofort das Tor verlässt. Der Haken an der Sache: Die gehobene Hand zeigte ein Phantoms-Icing an und unverständlicher Weise keine Strafe. Zum Glück passierte bei diesem Mißverständnis nichts. So blieb es den Phantoms vorbehalten die weiteren Tore zu schießen. Zuerst setzte Alex nach Pass von Flo den Puck von der blauen Linie zum 5:3 ins Netz, danach tat es ihm Patrick nach Zuspiel von Hintsch gleich und traf zum 6:3 Endstand. Ein am Ende verdienter Erfolg der Phantoms.

Fazit: Die Phantoms hatten aus einem müden Tag und müder Stimmung das Maximum herausgeholt. In einem an Tempo relativ armen Spiel ging man nach einem turbulenten Anfangsdrittel als schlußendlich klarer Sieger vom Eis. Auffallend waren mit Sicherheit die vielen Puckverluste im Aufbau an der eigenen blauen Linie beziehungsweise im neutralen Drittel, alleine aus diesen Fehlern machten die Ducks zwei Tore. Auf der anderen Seite muss man die gute Chancenauswertung hervorheben und das ansprechende Powerplay, denn vier der sechs Treffer durften in Überzahl bejubelt werden. Die Ducks wurden für ihre Undiszipliniertheiten also hart bestraft. Wenn die Feldbacher einmal 5 Spieler am Eis hatten sah man aber ihr großes Potential mit einigen sehr talentierten Einzelkönnern. Man darf gespannt sein auf Spiel Nummer zwei.

One Team – One Goal


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